Montag, 10. Dezember 2007

An-Gedacht #3

Christlicher Hochmut kommt vor dem Fall. In diesem Fall leben unsere Kirchen, unsere Gemeinschaften und Domnationen seid sie in penetrantester Weise andere mit ihrer "einzigen" Wahrheit zukloppen und mit Höllenpredigten versuchen Angst zu schüren.
Bevor mir wieder mein Glaube abgesprochen wird: Ich bin ein Nachfolger Jesu, ein Jünger, ein Jesus-Lover, wie auch immer. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto schmerzhafter empfinde ich die Bezeichnung Christ. Irgendwie hat sie einen bitteren Nachgeschmack für mich, den schließlich leben wir im christlichen Abendland. Das Christentum ist hier in Deutschland fast "Staatsreligion" und es gibt genug landeskirchliche Bischöfe, die sich Christen nennen, die aber absolut andere Meinungen haben als Jesus sie wahrscheinlich gehabt hätte. Die Frage die mich beschäftigt ist folgende:

Wäre Jesus heute Christ?

Ehrlich gesagt kann ich mir das kaum vorstellen. Wahrscheinlich würde er genau dass bemängeln, was er schon damals im Judentum bemängelt hatte.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Zitat #2

Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.

Lothar Zenetti

Zitat #3

In notwendigen Dingen: die Einheit. In fraglichen Dingen: die Freiheit. In allem: die Liebe.

(Aurelius Augustinus) Augustinus von Hippo



Ich denke, diesen Satz sollten wir Christen uns mal wieder deutliche machen! Wir sollten ihn in unsere Häuser, Ausbildungsstätten, Fakultäten hängen. Wir sollten immer wieder aufs Neue den Versuch starten, verstehen zu lernen.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Nach-Gedacht #3

Können wir die Postmoderne "verstehen"? Ich denke nur zum Teil, denn wir sehen die Postmoderne immer noch durch eine moderne Brille. Manche mehr, manche weniger. Manche sind weiter im Denken der Postmoderne, manche noch weit davon entfernt! Deswegen ist es auch teilweise so schwer anderen Menschen die Postmoderne zu "erklären", da sie durch ihre moderne Brille vollkommen unverständlich ist. Was für Menschen der "alten" Welt ein Wiederspruch ist, ist für die Menschen der "neuen" Welt absolut kein Problem.
Im Grunde ist es so, wie wenn Kopernikus im Mittelalter sagt, die Erde sei nicht der Mittelpunkt des Universums. Menschen des Mittelalters konnten das nicht verstehen. Erst geraume Zeit später wurde diese Sicht erschlossen. Genau so wird es in der Postmoderne sein. In 200 Jahren werden die Menschen Dinge verstehen, die Menschen heute nicht begreifen können (und oft sogar wollen).

Montag, 3. Dezember 2007

Rück-Blick aufs "Emergent Deutschland"-Forum in Erlangen

Nun bin ich wieder zurück in Liebenzell. Die Fahrt war recht stressig. Ich bin erst mit den fünf Leuten der LKG Augsburg nach Augsburg gefahren und bin dann erst von Augsburg aus nach Liebenzell gereist. Ich bin froh, dass ich angekommen bin, denn zwischenzeitliche war ich so müde, dass ich gerne ein Nickerchen am Lenkrad gemacht hätte. Am Abend hatte ich dann ein paar sehr gute Reflexionsgespräche mit der Sara (die mir einen genialen Adventskalender gebastelt hat! Habe mich riesig gefreut!

Der Studientag in Marburg und das Forum in Erlangen haben mir sehr gut getan. Dort waren wirklich mal Menschen, die mich verstanden haben. Menschen denen man nicht stundenlang erklären muss, wie man denkt und was man fühlt, um dann doch wieder, für genau das, eins auf die Nuss zu bekommen. Wichtig war mir am Forum vor allem Kontakte zu knüpfen, sich zu vernetzen und gemeinsam/zusammen/etc. voran zu gehen.

Zusammen Emergent Deutschland zu gestalten und Schritte zu gehen! Genau das ist es was meiner Meinung nach dran ist und ich bin froh ein kleiner Teil davon zu sein.