Dienstag, 27. November 2007

An-Gedacht #2

Jeder kennt Lemminge, diese kleinen süßen Viecher ... die in ihren eigenen Tod laufen. Eins meiner früheren Lieblingsspiele schafft den Sprung in die Wirklichkeit vieler christlicher Organisationen. Einer läuft voraus ... ähm, genau ... dem Abgrund entgegen und ein ganzer Haufen weiterer Lemminge ... ach nein ... Christen laufen hinterher. Die Bibel verwendet dafür das Bild von Schafen die in die Irre laufen und ich finde es relativ treffend (auch wenn in der Neuzeit wahrscheinlich das Bild der Lemminge verwendet werden würde). Schafe ohne Hirten sind führungslos, so zu sagen blind. Wenn ich mich ein wenig umschaue in diesen christlichen Kreisen empfinde ich oft diese Blindheit. Diese Scheuklappen vor der Welt und vor allem was vor unserer christlichen Haustüren empfinde ich oft als prägend für Gemeinden. So wird Gemeinde mehr und mehr zum Selbstzweck und weniger und weniger in ihrer Berufung lebend. Geht hin in alle Welt...! Also noch mal: Geht hin in alle WELT...! Die WELT, der Ort, wo Gott uns haben will als Christen! Also auf...

Montag, 19. November 2007

I am?

Wer bin ich? Eine Frage die ich mir recht oft stelle seid Beginn meines Studiums. Und mit der ich mich auch wirklich beschäftigen muss, denn ich merke, wie viel für mich noch hinter einem Schleier liegt. Wie wenig ich mich selbst erkenne und wie sehr es auch stimmt, dass Selbsterkenntnis der erste Schritt zu was auch immer ist. Also! Das sollte meine Motivation sein der Frage nach meinem "Sein" nach zu gehen. Wobei ich der Meinung bin, dass diese Frage nicht auf ein Studium zu beschränken ist. Viel mehr ist diese Frage einer der großen Fragen des Lebens, die einmünden in die eine Frage, die über allem steht: "Was ist Wahrheit?" "Bin ich wahr?""Bin ich der, den Gott gerne haben würden? Denn schließlich ist sein Bild von mir ja Wahrheit oder?"
Fragen nach Wahrhaftigkeit, nach Authentizität, nach Offenheit und Ehrlichkeit stellen sich mir. Und ehrlich gesagt kann ich sie oft nicht beantworten. Häufig muss ich solche Fragen stehen lassen und damit leben und ich bin mir sicher, dass einige Frage mich auch überleben werden. Vielleicht ist das auch gut so. vielleicht weiß ich ehrst wie wahr, oder besser gesagt wie unwahr ich bin, wenn ich irgendwann der Rheinform von Wahrheit gegenüberstehe. Der Glanz der Wahrheit, den Gottes Angesicht ausstrahlt wird die Finsternis der Unwahrheit vertreiben. Das ist schon in gewissem Maße mein Wunsch für mein Leben auf der Erde. Jesus immer mehr mit seinem Licht an die Finsternis meines Lebens lassen. Erst dann, wenn ich immer weniger ich bin und immer mehr Jesus, werde ich immer mehr erkennen wer ich bin.

An-Gesprochen #1

Heute hatte ich ein Treffen mit Thomas Eisinger, zum Thema Klassengemeinschaft. Vorausgegangene ist in meiner Klasse gerade weniger gut. Einige Notizen, über Eindrücke, die ich mir gemacht habe, habe ich an ihn weiter gegeben.
Er war grundsätzlich sehr offen für Anregungen, wie man die Prob- lematik im Unterricht aufgreifen kann. Aber dennoch muss einiges auch von uns ausgehen. WIR, die, die sich nach einer positiven Gemeinschaft sehen, die müs- sen zusammen stehen und etwas tun. Und ich denke wir es wird Zeit, mal an zu fangen und mehr miteinander als übereinander reden. Damit könnten wir schon einige Konflikte aus der Welt schaffen. Ich bin gespannt... werde mal erste Schritte einleiten und einfach mal schauen, was passiert.

Donnerstag, 15. November 2007

An-Gemerkt #1

Das Theologiestudium - ein Studium, in dem man alles geben will. In dem man mehr und mehr wissen will, Gott näher und näher kennen lernen will. Ein Studium, dass nicht nur rein kognitiv statt findet sondern zu einem mindestens so großem Teil mit dem Herzen. Theologie und vor allem auch "leidenschaftliche" Theologie beginnt in dem Herzen des Theologen. In dem Ruf nach mehr. In der Sehnsucht Gott tiefer zu begegnen. Besser verstehen zu lernen wer Gott ist, soweit es nur möglich ist. Unbeschreiblich... so ist Theologie. Ein Studium, das ich mit meinem Herzen und mei nem Kopf, beide untrennbar vereint, studieren will. Eine Vorbereitung, eine Zurüstung, ein brechen und wieder ganz machen...ja, dass ist Theologie für mich!

Bedauernswert, dass eine ganze Reihe meiner Zeitgenossen anscheinend andere Motivationen haben. Warum sollte man mehr wissen, tiefer in Themen einsteigen, warum sich leidenschaftlich in ein Thema hinein geben? Schließlich gibt es kein MDX (= keine Noten) dafür. Und selbst wenn! Reicht es nicht gerade genug zutun? Manchmal kommt es mir so vor als würde Leute Theologie studieren, ohne Leidenschaft. Weder für die Sache, noch (was ich um so schlimmer finde) für Menschen. Zumindest schließe ich das aus dem Verhalten vieler.
Ich möchte nicht verurteilen noch irgendwelche Leute an den Pranger stellen! Ich möchte nur neu einen Gedankenanstoss geben. Es geht mir nur darum einen Dialog zu schaffen, einen Punkt zu setzen über den man nachdenken kann.
Mehr möchte ich nicht und deswegen bitte ich oben stehendes nicht falsch zu verstehen.

Auf-geschnappt #2: Sühnetod Jesu und was Jürgen Fliege darüber denkt

Gerade liegt mir ein Kommentar vor zum Thema: "Der Sühnetod Jesu." Mein "Lieblingsfernsehpfarrer" Jürgen Fliege hat dazu folgende Meinung:

"Fernsehpfarrer Jürgen Fliege äußerte sich kritisch zur Lehre vom Sühnetod Jesu. Mit der, 'Opfer-Religion' und einem blutenden Mann am Kreuz habe er Schwierigkeiten."


Gefunden in einem Ausdruck eines Artikels aus der IdeaSpektrum
(Ausg. 23/2005; Seite 21)

"Mit der Opferrolle und einem blutenden Mann am Kreuz habe ich Schwierigkeiten."


Gefunden im Mitternachtsruf, die Quelle ist IdeaSpektrum
(Ausg. 15/2006)

Was denkt ihr darüber? Ehrlicherweise müsste Herr Fliege seine Arbeit niederlegen, denn ich könnte es nicht vertreten für eine einen Arbeitgeberzu arbeiten, dessen Fundament etwas ist worauf ich kein Wert lege.